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Ein Gewinn für die Nachbarschaft: Quartiers-Sommerfest bringt Generationen in Unterrath zusammen

Ein Innenhof voller Gespräche, spielender Kinder und guter Stimmung: Rund 60 Mieter:innen kamen am 26. September zum Quartiers-Sommerfest in Unterrath zusammen. Gefeiert wurde mitten im Wohnquartier rund um die Spiekeroog- und Syltstraße. 

Das Fest hatten sich die Mieter:innen selbst verdient. In der Winterausgabe 2025 des RWB-Mietermagazins hatte die Rheinwohnungsbau dazu aufgerufen, sich mit einer kreativen Idee um ein gesponsertes Quartiersfest zu bewerben. Möglich waren unter anderem Videos, Collagen oder persönliche Texte.

Mit einem Video zum eigenen Sommerfest 

Organisatorin und RWB-Mieterin Catherine Davertzhofen entdeckte den Aufruf im Mietermagazin und entschied sich, spontan mitzumachen. Ihre Bewerbung: ein Video vom selbst organisierten Nachbarschaftsfest aus dem Vorjahr. 

Ich habe das in der Zeitung gelesen und dachte: Ich mache einfach mal mit“, erzählt sie. 

Die Idee für das erste Fest war aus der Nachbarschaft heraus entstanden. Früher hatten vor allem die älteren Bewohner:innen regelmäßig gemeinsame Treffen veranstaltet. Im vergangenen Jahr griff eine jüngere Generation diese Tradition wieder auf. Essen, Getränke, Tische und Stühle brachten die Nachbar:innen damals selbst mit.

Wir haben uns mit ein paar Leuten zusammengetan und organisiert, wer was zu essen mitbringt“, erinnert sich Catherine Davertzhofen. Das Video von diesem Fest überzeugte schließlich bei der Bewerbung. 

Spielen, schlemmen und miteinander feiern

In diesem Jahr konnten sich die Bewohner:innen bei der Vorbereitung etwas zurücklehnen. Die Rheinwohnungsbau übernahm das Sponsoring und sorgte für ein abwechslungsreiches Programm. 

Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, Glitzertattoos und Malutensilien. Die Erwachsenen konnten sich auf Grillgut, verschiedene Salate, Quiche und Bayerische Creme freuen. Kalte Flaschengetränke standen im Kühlwagen bereit. Von Beginn an wurde im Innenhof geredet, gelacht und gemeinsam gefeiert.  

Der geschützte Innenhof war dafür der passende Ort. „Die Location ist einfach perfekt. Man hat keine Straße direkt daneben“, sagt Catherine Davertzhofen. „Deswegen bietet es sich an, dass man wenigstens einmal im Jahr zusammenkommt.“ 

Ein Quartier mit langer Tradition 

Dass gemeinschaftliche Aktionen hier keine neue Idee sind, weiß auch RWB-Mieter Detlef Ahmer. Er lebt seit 1998 im Quartier und ist eng mit der Rheinwohnungsbau verbunden. Bereits seine Eltern wohnten in einer RWB-Wohnung. Über viele Jahre organisierte die jetzt ältere Mieterschaft einen regelmäßigen „Kaffeeklatsch im Karree“. Sonntags wurden Tische und Bänke im Innenhof aufgestellt. Die Bewohner:innen brachten Kaffee und Kuchen mit und nutzten die Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. 

Wir haben gedacht: Man muss sich ja mal kennenlernen. Man weiß sonst gar nicht mehr, wer oben oder unten wohnt“, erinnert sich Detlef Ahmer. 

Später vereinfachte eine WhatsApp-Gruppe die Abstimmung innerhalb der Nachbarschaft. Auch Weihnachtscafés gehörten früher zum gemeinschaftlichen Leben. Die Organisation wechselte von Wohnung zu Wohnung, eingeladen waren alle Bewohner:innen des Hauses. 

Nach vielen Jahren gaben die älteren Organisator:innen den Staffelstab schließlich weiter. „Wir haben gesagt: Wir haben das jetzt zehn Jahre lang gemacht, jetzt müssen die Jüngeren ran“, erzählt Detlef Ahmer. Dass diese das Sommerfest neu belebt haben, freut ihn: „Das war auch gut.“

Begegnungen, die über das Fest hinausgehen 

Für Catherine Davertzhofen, die seit dreieinhalb Jahren im Quartier lebt, war der Kontakt zur Nachbarschaft von Anfang an selbstverständlich. Besonders durch ihren Sohn entstanden schnell neue Begegnungen: „Man ist im Innenhof am Sandkasten und kommt automatisch ins Gespräch.“ 

Aus diesen Gesprächen sind längst weitere gemeinsame Aktivitäten entstanden. Einige Nachbar:innen besuchen zusammen die Kirmes oder unterstützen sich im Alltag. Das Sommerfest macht sichtbar, was im Quartier das ganze Jahr über gelebt wird: eine Nachbarschaft, in der verschiedene Generationen aufeinander zugehen und Verantwortung für das gemeinsame Zuhause übernehmen. 

Das Fest am 26. September war deshalb mehr als der Gewinn aus einer Ausschreibung. Es war ein Gewinn für die gesamte Nachbarschaft und eine schöne Fortsetzung einer gewachsenen Tradition. 

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