518 Aufrufe

RWB gibt Bienen ein Zuhause

In den Osterferien hat die RWB im Rahmen einer Mitmachaktion im Michaelshaus im Quartier Lierenfeld gemeinsam mit der Biologischen Station des Haus Bürgel und einigen Kindern aus dem Quartier Bienen-/Insektenhotels für unsere Wildblumenwiesen gebaut.  

Im letzten Herbst wurde im Quartier Gerresheim die erste Wildblumenwiesen angelegt, sukzessive sollen in den kommenden Jahren noch weitere Flächen in dieser Form umgewandelt werden. Mit der Umwandlung von ökologisch wertlosen Rasenflächen leistet die RWB einen Beitrag zum Natur- und Insektenschutz und kann zusätzlich den Pflegeaufwand für diese Flächen senken. Ökologisch nachhaltig wird solch ein Konzept allerdings erst, wenn man den Insekten und Bienen auch entsprechende „Wohnungen“ zur Verfügung stellt. Daher hat sich die RWB vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) und der Biologischen Station zum Thema „Bau von Insektenhotels“ beraten lassen und die Herstellung sogleich in die eigene Hand genommen.  

Gemeinsam mit allen interessierten Kindern des Quartiers wurde an einem Nachmittag auf dem Hof des Michaelshauses fleißig gebohrt. Aber bevor es an die Herstellung der Bienen-Wohnungen ging, erzählte Norbert Tenten, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station, den Kindern einiges über Bienen, Insekten und den Bau der Insektenhotels. Veranschaulicht wurden seine Erzählungen durch Bilder von verschiedensten Bienenarten 

Schon gewussst?

  • Es gibt rund 560 Wildbienen-Arten in Deutschland 

  • Nur Honigbiene und Hummeln stechen, alle anderen Bienenarten, wie beispielsweise die Wildbienen oder Wespen, stechen nicht 

  • Bienen sammeln immer nur so viel Nektar, dass es für ein Ei reicht 

  • Bienen fliegen nur bis zu 100 – 300 m weit, deshalb benötigen sie immer genügend Futter in ihrer Umgebung 

  • Zuerst schlüpfen die männlichen Bienen, wenn dann kurze Zeit später die weiblichen Bienen schlüpfen, sind die männlichen Bienen schon geschlechtsreif 

 

Das sollten Sie bei der Herstellung von Insektenhotels beachten: 

  • Gekaufte Insektenhotels sind oftmals ungeeignet und überteuert

  • 1 Loch ist eine Wohnung für bis zu sieben Parteien

  • Für die meisten Insekten sind Löcher von 3 – 8 mm geeignet

  • Größere Löcher werden nicht genutzt, da die Insekten diese nicht verschlossen bekommen

  • Zwischen den Bohrungen muss ausreichend Platz gelassen werden

  • Es eignen sich Hartholzblöcke, deren Bohrungen quer zur Holzmaserung erfolgen sollten

  • Zum Schluss die Blöcke kräftig ausklopfen und ggf. säubern

  • Wenn das Loch verschlossen ist, ist die Wohnung bewohnt

  • Insektenhotels sollten sonnig und regengeschützt stehen

  • In der Nähe muss es ausreichend Wildblumen geben, die den Wildbienen Nahrung spenden und auch für die Larvenaufzucht benötigt werden

Nach der erfolgreichen Herstellung von drei Insektenhotels konnten sich die Kinder mit Brötchen und Honig sowie kleinen Naschereien stärken. Die Insektenhotels werden im Quartier Gerresheim auf der Wildblumenwiese sowie im Quartier Lierenfeld aufgestellt.  

Mit diesem Projekt leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Naturschutz, sondern partizipieren auch die Bewohnenden im Quartier. Wir freuen uns über die rege Teilnahme und werden über weitere Projekte im Rahmen von Naturschutzmaßnahmen berichten.  

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Menü