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RWB gewinnt RealGreen Award 2022

Düsseldorf, 29.06.2022
Die Rheinwohnungsbau GmbH (RWB) aus Düsseldorf gewinnt den RealGreen Award 2022 für ihr nachhaltiges Mieterstromprojekt in Duisburg-Ungelsheim.

 

Energieeinsparung und Energieeffizienz stehen im Vordergrund der Auslobung des RealGreen Awards. Von der DENEFF (Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V.) gesucht sind dabei Ideen, Konzepte, Umsetzungen und Strategien, die einen Beitrag für die Dekarbonisierung der deutschen Immobilienwirtschaft leisten. Der Wettbewerb ist Teil des Projektes „Klimaschutzvorreiter in der Immobilienwirtschaft“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. 

 

Während des Galaabends im Stadtbad Oderberger wurden am 28.06.2022 die Gewinner gekürt. Darunter auch die Rheinwohnungsbau mit ihrem Mieterstrommodell: Mehr als 50 Millionen Euro investiert das kirchliche Wohnungsunternehmen in die energetische Aufrüstung ihres Wohnungsbestands in Duisburg-Ungelsheim. Ziel ist es, dass sich das Quartier per Photovoltaik und mit Wärmepumpen selbst mit Energie versorgt. Damit soll der CO2-Ausstoß des Quartiers von 40,2 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Wohnfläche jährlich auf null gesenkt werden. Kernidee ist, dass die Ungelsheimer Mieter*innen ihren Strom über die Solaranlage des eigenen Daches beziehen, für die Wärme sorgen Wärmepumpe, Ladeinfrastruktur und Messtechnik. Für das komplexe Projekt kooperiert die RWB mit AMPEERS ENERGY GmbH aus München. AMPEERS ENERGY entwickelt das Quartiersenergie-Konzept für Ungelsheim und liefert zugleich auch das Energiemanagementsystem. Vorrangig geht es dem Unternehmen um die langfristige Klimastrategie, die sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sieht. „Wir wollen nicht hinterherlaufen, sondern vorangehen“, betont Thomas Hummelsbeck, Geschäftsführer der RWB: „Unser Pilotprojekt in Ungelsheim soll für weitere Wohnungsbestände in Serie gehen.“ Damit erschließt die Rheinwohnungsbau ein neues Geschäftsfeld, in dem der eigene Strom vermarktet wird. Die Wärmeversorgung des gesamten Quartiers erfolgt zu mehr als 70% mittels des Stroms, der in den dezentralen Photovoltaikanlagen erzeugt wird. In einzelnen Subquartieren wird eine Autarkiequote von größer 90% erreicht.  

Derzeit findet die nächste energetische Sanierung von neun Objekten inklusive der Errichtung von PV-Anlagen, der Umstellung auf Wärmepumpen und dem anschließenden Einsatz eines Mieterstrommodells statt. 

Die Fertigstellung der gesamten Maßnahme ist für Ende 2026 geplant, wobei 129 Objekte mit 776 Wohnungen auf einer Grundstücksfläche von 111.500 m² klimaneutral sein werden. 

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