17.05.2019

… genau, das ist der MSV, der Meidericher Spielverein 02 e.V. Duisburg. Was das mit uns zu tun hat? Nun, wir unterstützen den Frauenfußball des Vereins und richten den Rheinwohnungsbau Cup aus.

Aber der Reihe nach. Den MSV gibt es bereits seit 1902. Schüler und Studenten trafen sich damals in Meiderich, um „Fußlümmelei“ zu betreiben. Im Juni reifte der Entschluss, einen Verein ins Leben zu rufen. Aktuell gibt es 8.885 Mitglieder. Zusätzlich zum Fußball wird noch Handball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Turnen und Volleyball angeboten. Die Frauenfußball-Abteilung besteht seit 2014 aufgrund der Übernahme des insolventen FCR Duisburg 2001. Die 1. Frauenmannschaft spielt in der höchsten deutschen Spielklasse, der Allianz Frauen-Bundesliga, und belegt aktuell Rang 10. Die Männer spielen in der 2. Bundesliga und rangieren auf dem 16. Platz.

Wie kommt ein Ruhrpott-Verein an ein Zebra als Maskottchen?
Das liegt an den gestreiften Trikots. Durch das Schwarz-Weiß-Fernsehen hat man die gestreiften Trikots der Spieler immer mit Zebras in Verbindung gebracht. Das Maskottchen „Ennatz“ existiert seit 2005. Seinen Namen hat es von der MSV-Legende Bernard „Ennatz“ Dietz.

Und wie kommt ein Wohnungsbauunternehmen an einen Fußballverein?
„Als wir 2007 Kontakt zum noch jungen FCR Duisburg 2001 bekamen, die einen Namenssponsor für ein Nachwuchsturnier an ihrem Standort auf der Mündelheimer Straße suchten, mussten wir nicht lange überlegen. Nachwuchsarbeit im Sport unterstützen wir immer gerne. Noch dazu, wenn die Vereinsanlage mitten in unserem Duisburger Wohnungsbestand liegt und für die Kinder unserer Mieter maximal zwei Kilo­meter entfernt ist. Außerdem wollten wir den Frauenfußball fördern, der vor zwölf Jahren noch nicht so etabliert und akzeptiert war wie heute“, so Bernd Litges, der sich bei der Rheinwohnungsbau um die Unterstützung und das Nachwuchsturnier Rheinwohnungsbau Cup kümmert. „Gemeinsam mit den Zebras laden wir in diesem Jahr auch wieder zum Turnier. Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns riesig auf die Topteams.“ Übrigens: Neue Mitglieder sind immer herzlich in der Zebra-Familie willkommen. Wer also Lust auf Sport hat, ist hier genau richtig! Das bestätigen auch Trainer und Spieler immer wieder. Deshalb haben wir uns mal mit ihnen unterhalten.

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Trainer Niklas Seeger

Können Sie unseren Mietern kurz erklären, was der Trainer beim Fußball so macht? Wie wichtig sind Sie für das Team?
Man bespielt mehrere Positionen gleichzeitig. Gerade bei den Mädels ist man teilweise wie ein großer Bruder, aber auch Psychologe und Coach in einer Person. Training, Aufstellung, Taktik sind bestimmt die klassischen Aufgaben – aber man muss auch immer ein offenes Ohr für die privaten Belange der Truppe haben.

Sie trainieren als Mann eine Frauenmannschaft. Können Sie sich auch vorstellen, dass eine Frau eine Männermannschaft trainiert?
Sowas gibt es bereits! Der Oberligist BV Cloppenburg wird von einer Frau trainiert. Allerdings ist es für eine Frau noch sehr schwer, Fuß zu fassen.

Wie wird man Trainer und wie lange dauert so ein Lehrgang?
Es gibt verschiedene Lehrgänge für unterschiedliche Bereiche. Es geht immer Stück für Stück. Man fängt im Netz eigenständig mit der Recherche an und besucht dann Lehrgänge, die bis zu zwei Wochen dauern können. So wird man mit der Zeit immer besser.

Warum wollten Sie Trainer werden?
Ich hatte in meiner aktiven Zeit als Fußballer einen Trainer, der noch sehr alte Methoden angewandt hat, und ich dachte mir: „Das kannst du besser.“

 

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Spielerin Ena Mahmutovic

Wie sind Sie persönlich zum Fußball gekommen?
Durch meinen Vater, er war ein riesengroßer Fan vom MSV. Ich habe mit Fußball angefangen und gemerkt, dass ich ganz gut bin – und bin drangeblieben.

Wie lange spielen Sie schon beim MSV?
Seit 2014, also fünf Jahre. Ich habe im Verein in der U13 angefangen und mich dann immer weiter nach oben gespielt.

Warum gerade dieser Verein? Was zeichnet den MSV aus?
Ich bin MSV-Fan. Der Verein ist wie eine Familie für mich. Es war immer mein Traum, dort zu spielen. Es ist ein tolles Team und hier steht noch das schöne Spiel im Vordergrund und nicht ausschließlich der Erfolg.

Für welches Männerteam drücken Sie die Daumen?
Natürlich dem großen MSV Duisburg.

Was war Ihr schönster Moment auf dem Platz?
Der Sieg gegen Gladbach und die Teilnahme bei den westdeutschen Fußball-Meisterschaften 2019. Im Revier-Cup kam es zum ersten Mal zum Sieg gegen den großen Rivalen Mönchengladbach.

Ein Turnier im eigenen Zuhause: Was macht das besonders und wie bereitet man sich darauf vor?
Besonders ist natürlich die heimische Kulisse – und hoffentlich der Heimvorteil. Die Vorbereitung ist eigentlich die gleiche, aber das Spiel an sich ist natürlich besonders, ganz anders als die „normalen“.

Was, glauben Sie, ist im Rheinwohnungsbau Cup dieses Jahr drin?
Mal sehen. Das hängt vom Teilnehmerfeld ab. Im letzten Jahr wurden wir Sechster, als einziges Team ohne Gegentor.

Warum sollen unsere Mieter zum Turnier kommen?
Um tollen Fußball und zwölf interessante Mannschaften in einem familiären Umfeld zu sehen.

Was darf man außer tollem Fußball noch erwarten?
Ein tolles Ambiente und sehr gute Stimmung. Ein zweitägiges Familienfest mit Fußball und mehr.

 

Gibt es einen Fan-Gesang oder etwas Ähnliches, das unsere Mieter schon mal lernen können?

Aber klar, den Zebra-Twist!

TOOR!
Zebrastreifen weiß und blau
Zebrastreifen weiß und blau
Ein jeder weiß genau
Das ist der M S V
Zebrastreifen weiß und blau
Zebrastreifen weiß und blau
Ein jeder weiß genau
Das ist der M S V

Wo Meiderich liegt,
wo Meiderich siegt,
ist überall bekannt,
wo mancher Großer ward besiegt,
wo mancher festgerannt.

Zebrastreifen weiß und blau
Zebrastreifen weiß und blau
Ein jeder weiß genau
Das ist der M S V

Wo alle Mann, mit Helmut Rahn,
sie kämpfen, greifen an,
kurz abgewehrt und wieder vor,
dann Krämer, Pass und TOR!

Wo Meiderich liegt,
wo Meiderich siegt,
ist überall bekannt,
wo mancher Großer ward besiegt,
wo mancher festgerannt.

Zebrastreifen weiß und blau
Zebrastreifen weiß und blau
Ein jeder weiß genau
Das ist der M S V

TOR-MSV-TOR-MSV-TOR

 

Save the Date: 24. – 25. August 2019

Wie man hört, haben sich die Verantwortlichen einiges Neue einfallen lassen, um Teilnehmern, Besuchern und Rheinwohnungsbau-Mietern ein Stück Heimat für 48 Stunden auch auf der Duisburger Sportanlage zu bieten. Lassen Sie sich überraschen!

Samstag, 24. August, 12 — 19 Uhr – Vorrunde

Sonntag, 25. August, 9:30 — 13:40 Uhr – Endrunde

Ansprechpartner
Bernd Litges
Kontakt

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