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Pflanzenbewässerung mit Regenwasser

Die Rheinwohnungsbau (RWB) wird ihre Quartiere im Jahr 2024 mit bis zu 150 Regentonnen ausstatten; das so aufgefangene Wasser dient der Bewässerung von Bäumen und Beeten.

Häufige Hitzesommer lassen uns spüren, dass sich das Klima verändert. Und auch die Pflanzen leiden: Längere Trockenperioden im Sommer verlangen eine zusätzliche Bewässerung, damit das Grün die heißen Monate unbeschadet übersteht. Das betrifft auch die Beete und Bäume rund um unsere Liegenschaften. Aus diesem Grund gibt es in den Quartieren einen erhöhten Wasserbedarf.

Diesem möchte die RWB auf ökologische Art begegnen. Denn das Trinkwasser aus der Leitung ist viel zu kostbar, um damit Gartenflächen zu wässern. Stattdessen plant das Unternehmen nun, Regenwasser in Tanks zu sammeln; dazu werden die Quartiere schrittweise mit Regenwassertonnen ausgestattet. Angedacht für das Jahr 2024 ist ein Rollout von 100 bis 150 Regentonnen; dafür werden 75.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Das Pilotprojekt startet in diesem Herbst in Düsseldorf-Lichtenbroich, damit die für die Liegenschaften und die Pflege der Tonnen zuständigen Hauswarte die dazugehörige Technik testen können. Das Wohnviertel wird mit zwei 1.000-Liter-Tonnen ausgestattet, die jeweils am Fallrohr einer Regenrinne stehen. Dazu wird das Fallrohr mit einem Regensammler inklusive Sieb bestückt, über den das abgeregnete Wasser in die Tonne läuft. Ist das Fassungsvermögen von 1.000 Litern erreicht, schließt diese sich dank eines Mechanismus automatisch.

Um das aufgefangene Regenwasser zu gebrauchen, nutzt man eine an die Tonne angeschlossene und mit Akkus betriebene Pumpe. Diese erzeugt ausreichend Wasserdruck, um die umliegenden Beete per Schlauch bewässern zu können. Nach 40 Minuten ist eine volle Regentonne komplett geleert. Zum Schutz vor Hitze und Frost sind die Regentonnen mit Thermohauben verkleidet.

Grundsätzlich dient das aufgefangene Wasser dazu, Beet- und Pflanzflächen sowie Baumbestände zu bewässern. Eine Bewässerung von Rasenflächen ist nicht geplant, da sich diese nach einem Dürresommer von selbst wieder erholen: Grundsätzlich bleiben die Wurzeln intakt und treiben bei ausreichend Feuchtigkeit neu aus.

Die RWB möchte in ihren Quartieren mit den Regenwassertonnen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Ziel ist die ökonomische und ökologische Gewinnung bzw. Speicherung von Regenwasser, um Ressourcen zu sparen. Letztlich geht es auch um die Anpassung an klimatische Veränderungen, die wir auf verschiedenen Ebenen vorantreiben. So haben wir beispielsweise durch die Pflanzung von Wildblumenwiesen in einigen Quartieren auf das Insektensterben reagiert.

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