26.11.2020

Die IW.2050 ist ein Zusammenschluss von Akteuren der Wohnungswirtschaft. Hierzu zählen verschiedenste Unternehmen, wie große Aktiengesellschaften oder kleine kommunale Unternehmen, aber auch institutionelle Partner wie das EBZ oder der GdW. Mittlerweile sind deutschlandweit über 60 Unternehmen mit mehr als 1,4 Mio. Wohneinheiten fester Bestandteil der IW.2050 (Vonovia, Vivawest, Aachener Siedlungsgesellschaft, Allbau, Stadtbau Würzburg, LEG, GAG Köln usw.). 

Der Initiative geht es vorrangig um fachlichen Austausch und strategische Kooperation, um bis 2050 die vorgegebenen Klimaziele sowie Klimaneutralität in der Wohnungswirtschaft zu erreichen. Sie soll als Kommunikations- und Umsetzungsnetzwerk bezüglich des Klimaschutzes verstanden werden.  

Ziele der IW. 2050

Die IW.2050 hat sich verschiedene Ziele zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 gesetzt. Der Zusammenschluss der Unternehmen soll eine einheitliche Positionierung darstellen, um Bund und Länder bezüglich der Notwendigkeit von finanziellen Unterstützungen zur Erreichung der Klimaziele in der Wohnungswirtschaft zu sensibilisieren.  

Des Weiteren soll der Wissensaustausch von verschiedenen Akteuren zu Strategien und konkretem Vorgehen gewährleistet werden, damit zeitnah Lösungen entwickelt und umgesetzt werden können. Die Initiative dient außerdem dazu, so viele Akteure der Wohnungswirtschaft wie möglich anzusprechen, zur Teilnahme zu motivieren sowie das Klimaschutzengagement der Branche in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. 

Warum macht die RWB mit? 

Für die Wohnungswirtschaft ist der Klimaschutz derzeit eines der wichtigsten Themen. Die RWB zählt zu jenen Wohnungsunternehmen, die sich über den Klimawandel bewusst sind und denen klar ist, dass der CO2-Verbrauch von Gebäuden einen erheblichen Einfluss auf den Klimawandel hat. Dementsprechend wird hier Potenzial gesehen, dem Wandel durch zukunftsorientiertes Handeln mit konkreten Klimastrategien entgegenzuwirken und den eigenen, notwendigen Beitrag zu leisten. 80 % Emissionsreduktion sind nur durch massive Investitionen im Wohnungsbestand zu erreichen, was nur mit erheblicher finanzieller Unterstützung durch die Bundespolitik möglich ist. Mit dem Beitritt zur IW.2050 trägt die RWB dazu bei, dass auf die Problematik aufmerksam gemacht wird und ein gemeinsames Netzwerk entsteht, welches zum Handeln auffordert. Der fachliche Austausch und der Abgleich von Maßnahmen verschiedenster Unternehmen in ganz Deutschland ermöglicht die gegenseitige Unterstützung zur Erreichung der angestrebten Ziele. 

Bei der Rheinwohnungsbau GmbH hat sich das Projektmanagement seit ungefähr drei Jahren etabliert und wird stetig weiterentwickelt. Die Mitarbeiter befassen sich seitdem mit vielfältigen Themen, um dauerhaft innovativ und zukunftsorientiert zu handeln sowie neue Konzepte zu kreieren. Im Unternehmen befasst sich ein Projektteam aus verschiedenen Abteilungen seit Anfang des Jahres mit allen Themenbereichen rund um das Thema Energie, um das Ziel einer erfolgversprechenden CO2-Strategie zu erreichen. Im ersten Schritt bedarf es einer IST-Analyse des gesamten Wohnungsbestandes. Als Ergebnis liegt uns dann eine Übersicht über sämtliche technischen Gegebenheiten der Gebäude und deren Verbrauch vor. Damit kann dann die aktuelle CO2-Bilanz des Unternehmens dargestellt werden, um hieraus den Handlungsbedarf bis 2050 ableiten zu können. Jedes Gebäude wird auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüft, sodass am Ende ein Fahrplan entsteht, wie der Gebäudebestand bis 2050 klimaneutral gestaltet werden kann. Die Priorisierung der Wärmeerzeugung liegt hier bei Geothermie, dekarbonisierter Fernwärme, Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen, die unsere Quartiere zu Stromlieferanten werden lassen. Dazu bedarf es jeder Menge Know-how, welches unter Mithilfe erfahrener Kooperationspartner zu einer vollständigen Strategie entwickelt werden muss.  

Ansprechpartner
Thomas Hummelsbeck
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