16.07.2020

Unser Jobsharing-Modell – damit Familie und Beruf zusammengehen

Von Great Place to Work® ausgezeichnet, zählte die Rheinwohnungsbau GmbH mit ihren 65 Mitarbeitern zu den 100 besten Arbeitgebern in Deutschland und NRW. Das kommt nicht von ungefähr – ein wesentlicher Baustein der Unternehmensstrategie ist nämlich die Personalentwicklung. Das Wohnungsbauunternehmen investiert sehr viel in diesen Bereich, besonders in die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das klingt nicht nur in der Theorie gut, das lässt sich auch in der Praxis sehr gut umsetzen. Wie das funktioniert, erzählen Tanja Rigol und Silvia Paglia-Ardito, die im Sekretariat der Geschäftsführung arbeiten. Beide schaffen durch das Jobsharing-System der Rheinwohnungsbau den Spagat zwischen Familie und Beruf und berichten uns in einem Interview von ihrem ganz persönlichen Arbeitsalltag.

Frau Rigol, Frau Paglia-Ardito, bitte stellen Sie sich doch kurz vor…

Tanja Rigol: Ich bin 41 Jahre alt, habe einen zwölfjährigen Sohn und bin mittlerweile seit dem 16.05.2014 bei der Rheinwohnungsbau beschäftigt.

Silvia Paglia-Ardito: Ich bin 34 Jahre alt und Mutter von zwei Töchtern. Bei der Rheinwohnungsbau arbeite ich seit dem 01.01.2018. 

Wie sieht Ihre Arbeitszeitregelung aus?

Silvia Paglia-Ardito: Das Sekretariat ist täglich von 8:30 bis 17:30 Uhr besetzt. Unsere Arbeitszeiten überschneiden sich – ich bin in der Regel vormittags im Büro.

Und wie läuft der Arbeitsalltag im Corona-Ausnahmezustand ab?

Silvia Paglia-Ardito: Seit dem Lockdown arbeiten wir im Tageswechsel. So ist gewährleistet, dass das Sekretariat besetzt ist und wir die Abstandsregelung einhalten können. Dank unseres variablen Arbeitszeitmodells und der Möglichkeiten, die uns die RWB bei der individuellen Arbeitszeitgestaltung bietet, ist es uns auch in diesem besonderen Ausnahmezustand möglich, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Wie regeln Sie die Kinderbetreuung normalerweise?

Tanja Rigol: Mein Sohn geht jetzt in die 6. Klasse und fährt nach der Schule allein nach Hause. Wenn ich auf der Arbeit bin, ist die Betreuung durch meinen Mann oder meine Schwiegereltern abgesichert. Das erleichtert Einiges.

Silvia Paglia-Ardito: Also meine Kinder werden im Kindergarten betreut. Wenn es mal einen Notfall gibt oder irgendetwas aus der Reihe passiert, kann zum Glück die Oma die Betreuung übernehmen. Sie ist eine sehr große Stütze für uns.

Aufgrund der Schließung von KiTa und Schule ist die normale Kinderbetreuung momentan nicht möglich. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Beruf und Familie in dieser sonderbaren Situation?

Silvia Paglia-Ardito: Mein Mann arbeitet teilweise mobil und betreut die Kinder an den Tagen, an denen ich arbeite. Leider hat sich eine meiner Töchter auch noch das Bein gebrochen. Genau in solch einer Situation – also, wenn eine von uns beiden Sekretärinnen ausfällt – zahlt sich das Jobsharing aus: Das Chefsekretariat ist so stets besetzt. 

Tanja Rigol: Wir sprechen uns jeden Freitag neu ab und schauen, wer an welchem Tag arbeiten kann. Das ist notwendig und gleichzeitig auch hilfreich, weil wir uns gegenseitig eine „Wasserstandsmeldung“ zu den laufenden Aufgaben geben können.

Wie funktioniert das vorübergehende Arbeitsmodell?

Silvia Paglia-Ardito: Da die Terminanzahl seit Ausbruch der COVID19-Pandemie abgenommen hat, funktioniert es sehr gut. Mit unseren Notebooks sind wir jederzeit erreichbar und auch flexibel von zu Hause einsatzbreit. Die Übergabe erfolgt schriftlich, in Einzelfällen auch telefonisch.

Tanja Rigol: Es war wirklich großes Glück, dass wir bereits vor der Pandemie die technischen Voraussetzungen für das mobile Arbeiten hatten – so waren wir auf die plötzlich eintretende Situation gut vorbereitet. Bei den Mitarbeitenden, bei denen das mobile Arbeiten nicht möglich ist, also beispielsweise am Empfang oder in der Rechnungsprüfung, gilt die Regel, dass nur ein Mitarbeiter im Büro sein darf. Dies funktioniert bislang auch sehr gut.

Frau Rigol, Frau Paglia-Ardito – wir danken für das Gespräch und ihre „Alltagsgeschichten“.

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