11.03.2021

Wo treiben sich eigentlich Turteltäubchen wie Lucia und Marius in Düsseldorf herum?  Die frischverliebten Studenten haben uns von den Apollowiesen und dem Volksgarten vorgeschwärmt. Kein Wunder, wer sich bei einem Spaziergang an diesen romantischen Fleckchen nicht in Düsseldorf verliebt, hat was falsch gemacht.   

Die Apollowiesen an der Rheinpromenade kennt jeder, doch im Volksgarten waren selbst viele Einheimische noch nicht. Dabei ist der riesige Park einer der schönsten Oasen Düsseldorfs – und der perfekte Ort für ein Date!  Auch oder gerade in Zeiten von Corona ist ein Ausflug mit der Familie in den Volksgarten eine willkommene Abwechslung. Denn der weitläufige Park hat für Groß und Klein Einiges zu bieten.

Grünes Paradies für Tagschwärmer   

Streng genommen reicht der Volksgarten „nur“ vom S-Bahnhof Volksgarten bis zur Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorfs Anlaufpunkt für große Konzerte und Sportevents. Doch dort ist der schnuckelige Park nahtlos angebunden an den Südpark – ein Spaziergänger würde den Übergang nicht bemerken. Zusammen bilden die Parks ein weitläufiges Paradies, in dem es jede Menge zu entdecken gibt: Versteckte Gärten und Pfade, Grillwiesen, Seen, Kulturveranstaltungen, Abenteuerspielplätze und sogar einen Bauernhof. Locker zwei Stunden kann man hier spazieren, ohne den gleichen Weg zweimal zu gehen.  

„Wir treffen uns an den Uhren!“   

Das   „Zeitfeld“ , eine weltberühmte Kunstinstallation aus 24 Bahnhofsuhren, ragt direkt am Eingang des Volksgartens auf und ist der perfekte Start für einen Spaziergang.  Von hier aus schlendert man am  Bootshaus entlang, das idyllisch an einem verwunschenen Weiher gelegen ist – ein beliebter Veranstaltungsort für Hochzeitsfeiern. Wer sich nach dem See und den alten Trompetenbäumen links hält, kommt zur   Florabar  – eine kleine Bude, wo es herrliche Dinkelwaffeln, Eis und kalte Getränke gibt.

Von der Ballonwiese zum Open Air Kino  

Mit Kindern kommt man wahrscheinlich nicht viel weiter als bis zum abenteuerlichen Wasserspielplatz direkt neben dem Café Flora. Dahinter öffnet sich die große Ballonwiese. Hier wird gegrillt, Fußball gespielt und relaxt. Eine Teichanlage mit Holzbrücken trennt den Park von der Mitsubishi-Electric-Halle im Stadtteil Oberbilk – der Heimat von Marius.  Hier gibt es viele kleine Läden und Büdchen, um sich auf dem Weg in den Volksgarten ein kaltes Getränk zu kaufen, erzählt uns Marius, als er über seinen Heimatstadtteil spricht.

Die Gärten im Südpark – von Irre bis Zen  

Während der Volksgarten mit seinen uralten Baumbeständen in den 1890ern angelegt wurde, entstand der angeschlossene Südpark erst später zur  Bundesgartenschau 1987. Die damals angelegten Gärten gibt es immer noch – und sie sind schöner denn je.  Überwachsene Pavillons laden zum Pausieren ein, der Irrgarten zum Verstecken spielen. Dazwischen erkundet man verwinkelte Gärten: asiatische Zengärten, wilde Steingärten, Seerosenteiche oder geometrisch angelegte Blumenbeete in den prächtigsten Farben.

Vom Bauernhof zum größten Seilklettergerüst der Welt  

Wer durch die Gärten Richtung Süden geht, kommt früher oder später an den Deich. Klettert man hinauf, öffnet sich der Blick auf ein Tal mit zwei großen Seen. Rechts davon liegt ein Bauernhof.  Hier werden Tiere von Kaninchen bis zum Esel gehalten und Gemüse angepflanzt. Es gibt einen Hofladen und das beliebte  Café Südpark, alles betrieben von der Werkstatt für angepasste Arbeit.  Dahinter führt der Weg durch den Kleingartenverein zurück Richtung Volksgarten – vorbei am  Super-Viermast-Seilzirkus, dem größten Seilklettergerüst der Welt.  Wer bis hierhin noch kein Herzklopfen hatte, bekommt es spätestens beim Kletterspaß in mehreren Metern Höhe.

Wie Sie sehen, hat der Volksgarten für jeden etwas zu bieten. Also nicht lange Warten und am Wochenende direkt einen Besuch einplanen – gerade jetzt in Zeiten von Corona ein perfektes Ausflugsziel: Denn man ist an der frischen Luft und kann ausreichend Abstand halten.

Ansprechpartner
Inga Baldyga
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