15.09.2015

Unser Projekt zeigt wie ein älteres, wenig Perspektive bietendes Wohngebiet in einem Randbezirk in ein modernes, lebendiges und energetisch optimiertes Wohnquartier umgewandelt werden kann – und das im engen Dialog mit den dort lebenden Bewohnern.
Voraussetzung für die erfolgreiche Realisation eines Projektes dieser Größenordnung ist die Kommunikation.
Kommunikation mit den Bewohnern, die wir in den gesamten Prozess integriert und regelmäßig informiert haben.  Darüber hinaus standen wir im permanenten Dialog mit der Kommune und politischen Vertretern, um die erforderliche Akzeptanz für solch durchgreifende Veränderungen zu erhalten.

Alles auf einem Blick:
- 188 Bestandswohnungen in drei Bauabschnitten (2005 - 2010)
- Sanierung der Bäder und der technischen Infrastruktur 
- Energetische Sanierung 

- 187 Mietwohnungen in 3 Bauabschnitten
- über 14.000 m²
- 6 Tiefgaragen
- 30 % der neu gebauten Wohnungen sind öffentlich gefördert
- flexible Grundrisslösungen + Barrierefreiheit 
- 90% barrierefreier Wohnungen im 3. BA
- im 1. BA und 2. BA entstanden je 8 Gebäude in Blockrandbebauung, 
  im 3. BA 4 Punkthäuser
- große, attraktive Innenhöfe eröffnen Freiräume zum Spielen und Entspannen
- Erdgeschosswohnungen mit Garten, ansonsten großzügige Balkone
- Flachdächer, teilweise mit Dachgarten

Die Ausgangssituation
Werkswohnungen aus den 1954/55er Jahren machten die Bebauung auf unserem rund 22.500 m² großen Grundstück aus. Wir mussten zwischen Umbau, Aufstockung und Neubau  abwägen. Grund hierfür waren die unzeitgemäßen Grundrisse und die schlechte Bausubstanz.
Es galt bezahlbaren, familiengerechten Wohnraum und kleinere Wohnungen für Senioren, Singles und Paare zu schaffen, überschaubare Nachbarschaften zu bilden, ein nachhaltiges, zeitgemäßes Energiekonzept umzusetzen und ein gut erschlossenes, aber sozial schwaches Quartier deutlich aufzuwerten.
Parallel zu den ersten beiden Bauabschnitten der Solarsiedlung wurden 188 Wohnungen hochwertig energetisch modernisiert und weisen einen geringeren Energiebedarf als Neubauten nach der Energieeinsparverordnung 2007 aus.

Sanierung
Diese 188 Wohnungen mit besserer Bausubstanz und flexibleren Grundrissen erhielten in drei Bauabschnitten neue Bäder und eine neue technische Infrastruktur. Leider konnten diese Maßnahmen nur im bewohnten Zustand stattfinden. Die Arbeiten innerhalb der Wohnungen dauerten vier Wochen.
Die Aussicht auf den zukünftig deutlich höheren Wohnkomfort und modernste Bäder hat allerdings für Verständnis und Geduld bei unseren Mietern gesorgt.

 

Ein Staddteil verändert sich - Eheleute Kempen
Quartierserneuerung Garath Nordwest: Ein Stadtteil verändert sich. –  u.a. eine Interview mit Maureen und Heinz Kempen und Thomas Hummelsbeck  | Geschäftsführer

Neubau: Solarsiedlung Garath
Die Solarsiedlung in Garath ist eines der größten Solarsiedlungsprojekte europaweit. Neben den energetisch heraus-ragenden Aspekten stand für uns die Stadtteil-Erneuerung gleichermaßen im Vordergrund. Entstanden ist so ein Mix aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum sowie Wohnformen und Wohnungstypen für unterschiedliche Lebenssituationen.  Darunter Maisonettewohnungen, farbige Wohnboxen mit Dachterrasse und Wohnungen mit eigener Haustür und Einfamilienhauscharakter. Alle Wohnungen haben einen Balkon oder einen Garten. Zur Entspannung und einem nachbarschaftlichen Miteinander lädt der großzügig gestaltete Innenbereich – die „grüne Mitte“ – ein.  Video | Garath NW – Ein Stadtteil verändert sich

Eine Besonderheit:  Integratives Wohnen
Eines der Gebäude des 2. Bauabschnittes haben wir für Menschen mit Behinderung errichtet. Neun Einzelwohnungen und eine  Betreuerwohnung bieten den jungen Bewohnern im Alter von 24 bis 31 Jahren ein Zuhause, in dem sie gut versorgt sind und selbstbestimmt leben können. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf als Bewilligungsbehörde und durch die Gewährung von Wohnungsbaudarlehen durch das Land Nordrhein-Westfalen realisieren konnten.
Neubau: Klimaschutzsiedlung
Die Klimaschutzsiedlung liegt in direkter Nachbarschaft zur Solarsiedlung und setzt die Weiterentwicklung des Stadtteils fort. Auch hier haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, einen Wohnungsmix zu schaffen für Familien, Senioren, Singles und Paare. Dazu wurden zunächst vier Laubenganghäuser, Baujahr 1964, abgerissen.
Nachfolgend haben wir vier Punkthäuser mit bis zu sechs Geschossen gebaut, die Außenanlagen neu gestaltet und Spielplätze eingerichtet.
Rückblickend betrachtet ein auch für uns, im wahrsten Sinne des Wortes, großartiges Projekt. Aber der Aufwand hat sich ausgezahlt – mit Blick auf unsere Mieter und hinsichtlich unserer erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb „10 Jahre Stadtumbau in Nordrhein-Westfalen“.

Die Quartierserneuerung in Bildern:

Fotografen:

Patric Colling | Düsseldorf
Stefan Voelker | Mönchengladbach
Günter von Ameln | Düsseldorf
HGMB Architekten | Düsseldorf
Rheinwohnungsbau GmbH | Düsseldorf

Ansprechpartner
Beatrix Rose
Kontakt

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