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Architektur

Architektur

Durch die im Parzellenzuschnitt bedingte Nord-Süd-Ausrichtung der Gebäude ist es unvermeidbar, dass die „Sonnenseite“ an der durch Lärmemissionen belasteten Straßenseite liegt. Deshalb sind Schlaf- und Wohnräume soweit möglich zum ruhigen Innenbereich auf der Nordseite orientiert. Um trotzdem eine ausreichende Belichtung zu sichern, sind die Grundrisse nach dem Prinzip des „Durchwohnens“ konzipiert. Hochwertige Schallschutzfenster, kombiniert mit einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung, ermöglichen ausreichenden Luftaustausch, auch bei geschlossenem Fenster. Da an dieser Stelle bezahlbarer Wohnraum realisiert werden soll, sind die Gebäude als Dreispänner bzw.Laubengangtyp konzipiert, was eine wirtschaftlich sinnvolle, aber auch maßstäbliche Lösung darstellt: die Bebauung wird so in kleine, gut überschaubare Einheiten gegliedert, was eine hohe Identifikation der Bewohner mit „ihrem Haus“ schafft. Der neu geschaffene, grüne Innenhof ist über die Treppenhäuser direkt und barrierefrei von den Bewohnern zu erreichen. Er bietet Raum für Entspannung, Kinderspiel und Kommunikation. Der Laubengang ist großzügig dimensioniert und zum ruhigen Innenhof orientiert. Er stellt, neben seiner Funktion als Verkehrsfläche, eine Aufenthalts- und Kommunikationsfläche für die Bewohner dar.

Städtebau

Die dreigeschossige, geschlossene Zeilenbebauung mit Satteldach, die sich abgeleitet aus dem Bebauungsplan ergibt, fasst den Straßenzug ein. Die Höhe der umgebenden Bebauung wird aufgenommen, sodass sich das Straßenbild harmonisch zusammenfügt.

Der Baukörper wird an der Straßenseite durch vertikale orange Erker, hinter denen Treppenhäuser und Loggien liegen, gegliedert. An der Rückseite schaffen zurückspringende Balkone private Außenbereiche und gliedern den linearen Baukörper.

Es ist geplant, die Mauer an der nördlichen Grundstücksgrenze zu entfernen um die Flurstücke 119, 123 und 127 mit dem angrenzenden Flurstück 39, welches sich im Besitz der Rheinwohnungsbau befindet, zu verbinden. Auf diese Weise entsteht ein großzügiger Innenbereich mit hoher Aufenthaltsqualität, von dem sowohl die neuen Gebäude am Kuthsweg als auch die bestehenden Gebäude am Kempgensweg 31- 39 profitieren.

Fassade

  • Wärmedämmverbundsystem
  • Eternit
  • Metall

Die Fassade besteht aus einem Wärmedämmverbundsystem und wird durch vertikale orange Elemente gegliedert. Graue, leicht zurückspringende Putzflächen zwischen den Fenstern erzeugen eine gewisse Lebendigkeit auf der Fassade. Vor- und Rücksprünge lassen geschützte Sitzplätze im Außenbereich entstehen. Farbige Vordächer markieren die zurückspringenden Eingänge.

Energiekonzept

  • KfW 55
  • Erdsonden

Das energetische Konzept ist von der hohen Kompaktheit des Gebäudes geprägt. Ein passivsolares Bauen zur optimalen Nutzung der Sonne ist in der städtebaulich engen Situation trotz Südausrichtung schwierig. Die Südfassade ist zudem zur Straße mit erheblichen Emissionen orientiert. Das ruhige Wohnen findet daher eher im Norden zum Innenhof statt. Dennoch ist ein guter Energiestandard des Gebäudes möglich.

Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, ohnehin sinnvoll, um Energie zu sparen, ermöglicht ein angenehmes Wohnen zur Straße hin.

Die aktivsolare Nutzung der Sonnenenergie ist auf dem Süddach vorgesehen.

Heizung

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • Fußbodenheizung 35°/28°

Warmwasser

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Heizungsanlage)
  • Thermische Solaranlage mit Vakuum-Röhrenkollektoren (ca. 65 m² bei einem Deckungsanteil von ca. 50 %)
  • Elektro-Zusatzheizung (Heizstab oder ähnlich)
  • Bivalenter Solarspeicher
  • Zirkulationsleitung

Lüftung

  • Zu- und Abluftanlage mit ca. 90 % Wärmerückgewinnung

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