Was ist eine Gradtagszahl?

Das Wetteramt registriert an über 50 Orten Deutschlands die mittlere Außentemperatur. Diese werden dann mit einer gedachten durchschnittlichen Gebäude-Innentemperatur von + 20 Grad Celsius (°C) verglichen. Beträgt zum Beispiel die mittlere Außentemperatur + 11 °C, so ermittelt sich die Gradtagszahl wie folgt: 20°C – 11°C = 9°C. Dieser Tag hat eine Gradtagszahl von 9. An einem anderen Tag ist die mittlere Außentemperatur nur noch + 5°C. Dann ist an diesem Tag die Gradtagszahl 20-5 = 15. Das Wetteramt ermittelt Tag für Tag die unterschiedlichen Gradtagszahlen und summiert sie auf. Die Gradtagszahlen werden als Monats- oder Jahreswerte veröffentlicht.

Wie wird der Gesamtverbrauch auf Mieter und Nachmieter aufgeteilt, wenn keine Zwischenablesung vorliegt?

Die Aufteilung erfolgt nach Heizgradtagen. Das Zentralamt des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Main hat aus langjähriger Beobachtung der Gradtagszahlen die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Monate abgeleitet. Nähere Erläuterungen finden Sie auf der Rückseite Ihrer Abrechnung.

Wer stellt die Verbrauchswerte nach meinem Auszug an den Heizkostenverteilern fest?

Bei den Geräten der Firma Skibatron liest der Hauswart oder ein technischer Mitarbeiter der Rheinwohnungsbau GmbH bei der Wohnungsabnahme die Heizkostenverteiler ab. Ein Duplikat erhalten der Vermieter, der ausgezogene Mieter sowie die Abrechnungsfirma. Durch die Selbstablesung vermeiden wir die Kosten der Zwischenablesung, welche der Abrechner in Rechnung stellen würde. Bei den Geräten der Firma Techem entfällt die Zwischenablesung gänzlich, da die Werte jeweils zum Mietende und Mietbeginn über Funk an die Firma Techem übertragen werden.

Das Jobcenter ( ARGE, Grundsicherung) bezahlt meine Miete. Muss ich sie über das Abrechnungsergebnis informieren?

Auch wenn das Jobcenter (ARGE, Grundsicherung) die jeweils fällige Miete direkt an die Rheinwohnungsbau GmbH überweist, so bleibt der Mieter trotzdem unser Vertragspartner. Dieser ist verpflichtet, Mietänderungen bzw. Abrechnungsergebnisse aus Heiz- und Betriebskosten an das Jobcenter (ARGE, Grundsicherung) weiterzuleiten. Nur so ist es möglich, dass das Sozialamt das Mieterkonto ausgleichen kann.

Welchen Zeitraum umfasst die Heizkosten-Abrechnungsperiode?

Die Heizkosten-Abrechnungsperiode läuft im Regelfall vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Der Nutzerzeitraum ist die Wohndauer des Nutzers bzw. Mieters innerhalb des Abrechnungszeitraumes. Zieht ein Mieter innerhalb des Abrechnungszeitraumes aus, wird sein Nutzerzeitraum anteilsmäßig berechnet.

Was ist zu tun, wenn ich während des Ablesetermins nicht anwesend sein kann?

Bei den neuen Geräten der Firma Techem gibt es hier keine Probleme mehr, da hier alle Geräte mit einem Funkmodul ausgestattet sind und so die Werte an den Ableser übertragen werden, ohne dass dieser die Wohnung betreten muss. Bei den übrigen Geräten der Firma Skibatron wird mit dem Mieter ein neuer Termin durch die Ablesefirma vereinbart.

Was ist eine Liegenschaft oder Abrechnungseinheit?

Hierunter versteht man eine Einheit, die mehrere Nutzer innerhalb eines oder mehrerer Gebäude abrechnungstechnisch zusammenfasst.

Wie werden die Kosten auf die Mieter verteilt?

Heizkosten: 30 Prozent der Kosten werden nach Heizfläche verteilt. 70 Prozent der Kosten werden verbrauchsabhängig nach dem Ableseergebnis verteilt. Bei zentraler Warmwasserversorgung zusätzlich: Warmwasser: 30 Prozent der Kosten werden nach Heizfläche verteilt. 70 Prozent der Kosten werden verbrauchsabhängig nach dem Ableseergebnis verteilt. Wenn alle Wohnungen einer Abrechnungseinheit mit Kaltwasserzählern ausgestattet wurden: Kaltwasser: 100 Prozent der Kosten werden verbrauchsabhängig nach dem Ableseergebnis verteilt.

Ich habe nie das Schlafzimmer und die Küche geheizt, außerdem war ich 3 Monate verreist. Warum muss ich so viel zahlen?

Die Kosten zu 30 Prozent nach der Heizfläche umgelegt werden. Deshalb entstehen auch bei einem Null-Verbrauch Grundkosten.

Was ist zu tun bei fehlerhaften Jahresablesewerten?

Nur relevant für Geräte der Firma Skibatron. Bei der Ablesung durch einen Mitarbeiter der Ablesefirma ist darauf zu achten, dass er die richtigen Werte in die Ablesequittung einträgt. Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie die Richtigkeit der Ablesung. Bitte prüfen Sie vor Ihrer Unterschrift, ob Name, Lage der Wohnung und die eingetragenen Werte übereinstimmen.

Wann kann ich mit meiner Abrechnung rechnen?

Es ist auch in unserem Interesse, dass unsere Mieter schnellstmöglich Ihre Abrechnung erhalten. Aufgrund länger andauernder Prozesse und mehreren Arbeitsschritten ist ein gewisser Zeitrahmen von Nöten. Laut dem Gesetzgeber haben wir nach Ende eines Abrechnungszeitraumes ein Jahr Zeit die Abrechnung zu erstellen und dem Mieter zuzusenden. Wir sind immer bemüht, dies bereits im August/September des Folgejahres zu tun.

Ich bin im Oktober bei Ihnen eingezogen und muss, laut meiner Abrechnung, für drei Monate so viel nachzahlen?

Erfahrungsgemäß haben Mieter, die zu Beginn der Heizperiode in eine Wohnung einziehen, eine Nachzahlung in ihrer Heizkostenabrechnung. Das liegt an Ihren Vorauszahlungen. Die Vorauszahlung, die Sie im Rahmen ihrer Miete monatlich bezahlen, ist auf die Heizkosten für ein ganzes Jahr kalkuliert. Dazu kommt, dass Sie in den Sommermonaten einen geringeren Brennstoffverbrauch haben, da die Heizung nicht in Betrieb ist. In dieser Zeit sammelt sich also ein gewisses Guthaben an. Ein Polster für die kommende Heizperiode also, welches Mieter bei Neueinzug zur Heizperiode nicht haben.

Im Anschreiben der Rheinwohnungsbau steht ein Gutschriftsbetrag mit einem Minuszeichen davor. Wie habe ich das zu verstehen?

Neben der eigentlichen Heizkostenabrechung der Abrechnungsfirma erhalten sie von uns zusätzlich ein Anschreibenblatt. In diesem finden Sie die Summe der Abrechnungskosten mit der Summe Ihrer Vorauszahlungen verrechnet. Das Ergebnis ist entweder ein Nachzahlungsbetrag, den Sie noch an uns zu entrichten haben, oder ein mit einem Minuszeichen versehender Gutschriftsbetrag, der in der Regel mit der nächsten Monatsmiete verrechnet wird.

Ich bin in Oktober eingezogen und habe in meiner Heizkostenabrechnung für 3 Monate eine Nachzahlung von 200 Euro. Muss ich für das nächste Abrechnungsjahr mit einer höheren Nachzahlung rechnen? Und wieso sind meine Vorauszahlungen nicht angepasst worden?

Vorauszahlungsanpassungen werden nur bei solchen Mietern vorgenommen, die mindestens ein Jahr in der Wohnung wohnen. Ihre monatlichen Vorauszahlungen werden immer für ein ganzes Abrechnungsjahr kalkuliert. Dazu kommt, dass Sie in den Sommermonaten Vorauszahlungen für die Heizung leisten, obwohl diese gar nicht im Betrieb ist. Somit wird ein gewisses Guthaben gesammelt, welches sich in Wintermonaten wieder verbraucht. Mieter, die erst in den Wintermonaten in eine Wohnung einziehen, haben diese Guthaben natürlich nicht: Die geleisteten Vorauszahlungen reichen nicht aus, es kommt zu einer Nachzahlung. Dies geschieht zwar nicht sehr oft, lässt sich aber auch nicht ganz vermeiden, da uns zu Beginn Ihres Mietverhältnisses Ihr Heizverhalten nicht bekannt ist. Ihnen steht es natürlich jederzeit frei, die Vorauszahlungen nach oben hin anzupassen.

Was kann ich tun, wenn ich meine Nachzahlung der Heizkosten nicht sofort mit der nächsten Mietzahlung begleichen kann?

Neben den zahlreichen Möglichkeiten, sich an öffentlichen Stellen zu wenden, bieten wir unseren Mietern eine Ratenvereinbarung an. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an die zuständige Person aus der Mietenbuchhaltung. Die Ratenzahlung erfolgt selbstverständig zinslos!

Ich habe einen elektronischen Heizkostenverteiler an meinem Heizkörper. Wie funktioniert dieser?

Überwiegend befinden sich elektronische Heizkostenverteiler des Fabrikats „FHKV data III“ der Firma Techem und „HKVE 201 bzw. 202“ der Firma Skibatron an den Heizkörpern unserer Wohnungen. Hinweis zu Heizkostenverteilern der Firma Techem: faq-heizkosten-1 Hinweis zu Heizkostenverteilern der Firma Skibatron: faq-heizkosten-2

Der Ableser ist erst im April zum Ablesen gekommen. Wird jetzt der Verbrauch bis April in meiner Heizkostenabrechnung abgerechnet?

Die elektronischen Heizkostenverteiler ermöglichen es, dass der Verbrauch einer Heizkostenperiode zum 31. Dezember automatisch abgespeichert wird und ab dem 1. Januar der neuen Heizkostenperiode den Verbrauch wieder von 0 an erfasst. Deswegen ist es unerheblich, wann der Ableser die Ablesung vornimmt, da er jederzeit den Ablesewert der vergangenen Heizkostenperiode an dem elektronischen Heizkostenverteiler ablesen kann. Das Gleiche gilt natürlich auch für Sie. Wenn Sie im Folgejahr die Heizkostenabrechnung für die vergangene Heizkostenperiode erhalten haben, können Sie jederzeit den Verbrauch an dem elektronischen Heizkostenverteiler ablesen.

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