18.12.2014

Seit Monaten verzeichnet die Bundesrepublik Deutschland einen massiven Anstieg an Flüchtlingszuwanderungen aus den verschiedensten Krisengebieten. Häufig, aber leider oft falsch, werden die Asylbewerber in der Öffentlichkeit als Wirtschaftsflüchtlinge dargestellt. Vergessen wird, dass diese Menschen in den allermeisten Fällen nicht freiwillig ihr Land verlassen haben. Unter teils dramatischen Umständen mussten Tausende wegen Verfolgung, Bürgerkriege oder anderen einschneidenden Ereignissen ihrer Heimat den Rücken kehren.

Die steigende Zahl der Asylbewerber stellt viele Kommunen vor extreme Herausforderungen hinsichtlich der Unterbringung dieser Menschen. Viele von Ihnen werden die Bilder aus den Medienberichten über zum Teil men­schenunwürdige Unterkünfte und „Betreuungsleistungen“ vor Augen haben.

Mit wenig Sensibilität werden trauma­tisierte Kinder und Erwachsene in Massenunterkünften ohne Rücksicht auf ethnische Unverträglichkeiten von Bevölkerungsgruppen untergebracht. Und dass in solchen Situationen das ohnehin zu knappe und nicht ange­messen ausgebildete Wachpersonal falsch handelt, muss dann nicht wirklich verwundern.

Kirchliche Wohnungsunternehmen stellen sich der Herausforderung

Die Not dieser Menschen hat natürlich auch die Amtskirche auf den Plan gerufen.

Schließlich ist es eine ihrer Kernauf­gaben, Menschen in dieser Lebens-situation zu helfen.

So sind alle kirchlichen Einrichtungen bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in vorderster Linie und mit hohem Einsatz aktiv. Dies gilt natürlich auch für die im Katholischen Siedlungsdienst zusammengeschlos­senen kirchlichen Wohnungsunter­nehmen, zu denen die Rheinwohnungs-bau gehört.

Wir sehen es als unsere Pflicht und Unternehmensaufgabe an zu helfen. So wie schon 2012, als wir der Stadt Düsseldorf, angesichts des damaligen Flüchtlingsstroms, ein zum Abriss vor­gesehenes Hochhaus in Garath-Nord­west für ein halbes Jahr zur Verfügung gestellt haben.

Rheinwohnungsbau engagiert sich in Düsseldorf-Lierenfeld

Somit sind wir auch aktuell dabei, unseren Wohnungsbestand dahin-gehend zu untersuchen, wo es leer stehende und zum Abriss vorgesehene Wohnungen in unserem Bestand gibt, die wir temporär „mobilisieren“ können. Eine Möglichkeit sehen wir in Düsseldorf-Lierenfeld.

Mit unseren Mietern, die dort in den vier Häusern wohnen, welche Anfang 2016 voraussichtlich abgerissen wer­den, sind wir in den Dialog getreten. Im Rahmen einer Informationsveran­staltung im November haben wir die Situation der Flüchtlinge dargestellt und um Verständnis für die Bereitstellung unserer vor Ort leer stehenden Wohnungen gebeten. Gleichzeitig haben wir alle Haushalte in den angren­zenden Häusern schriftlich informiert.

Die Reaktionen waren erfreulicher-weise durchweg positiv. Unsere Mieter zeigten Mitgefühl mit ihren „neuen Nachbarn“ und sprachen sich dafür aus, den Menschen, die meist eine Odyssee mit vielen schlimmen Ereignissen hinter sich haben, mit Rat und Tat zu Seite zu stehen und sie aktiv im Alltag zu unterstützen. An dieser Stelle vielen Dank im Voraus!

Ansprechpartner
Thomas Hummelsbeck
Kontakt

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