Kappeler Straße (45 Wohneinheiten) / Wimpfener Straße (105 Wohneinheiten) in Düsseldorf-Benrath
Bauzeit
2005 bis 2007
Architektur
Vor der Sanierung entsprach der technische Zustand der Gebäude nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Mangelnder Schallschutz minderte die Wohnqualität, fehlende Wärmedämmung führte zu hohem Energieverbrauch. Die Verkleidung mit Betonfertigteilen sorgte darüber hinaus für ein schlechtes Image der Anlage („Plattenbau“).
Nach Leerzug der 45 Wohnungen wurden die Häuser kernsaniert. Durch Umgestaltung der Fassaden und der Innenräume, Wärme- und Schallschutzmaßnahmen sind Wohnqualität, Energieverbrauch und Erscheinungsbild des Wohnquartiers erheblich verbessert worden. Die Fassaden wurden mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt und hell verputzt, die Loggien wurden den Wohnzimmern „zugeschlagen“ und durch Vorstellbalkone ersetzt. Die Küchen und Bäder wurden gefliest, die Wohnräume wurden mit Parkett ausgestattet. Statt der bisherigen Fahrradkeller stehen den Mietern nun komfortable Fahrradhäuschen aus Lärchenholz zur Verfügung.
In den bewohnten 105 Wohneinheiten wurden die Bäder erneuert, die alten Stahlfenster wurden gegen Kunststofffenster ausgetauscht, die Innenseiten der Loggien wurden mit Lärchenholz verkleidet und der Boden mit Bankirai belegt. Zusätzlich wurde eine Lüftungsanlage, wie in der Kappeler Straße installiert. Das Energiekonzept entspricht dem der Kappeler Straße.
Energiekonzept
Die Wärmeerzeugung erfolgt in zwei Heizzentralen, die die Gebäude über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgen. Bisher wurde das Warmwasser in den Wohnungen mit Elektrodurchlauferhitzern erzeugt, die nun entfernt wurden. Das Warmwasser wird nun von einer geräuscharmen Wärmepumpe erzeugt, die in einem ehemaligen Fahrradkeller aufgestellt ist. Als Wärmequelle dient hierbei die Abluft der Wohnungen. Die Abluftmenge für den Wohnblock beträgt ca. 850 m³/h mit 20°C. Die Luftführung erfolgt in den alten Lüftungskanälen und unter der Kellerdecke in Rechteckkanälen. Abgesaugt wird die Luft in Küche und Bad, wobei in den Schlaf- und Wohnräumen Nachströmöffnungen eingebaut wurden. Auf einer Giebelseite des Hauses wird im Sockelbereich über ein Wetterschutzgitter die Fortluft ausgelassen. Die Wärmepumpe beheizt einen nebenstehenden Brauchwarmwasserspeicher mit 1000 Liter Inhalt. Als Notheizung bzw. Reserve wird ein 9kW Heizstab vorgesehen der in der Mitte des Speichers installiert ist. Alle Wasser- und Abwasserleitungen und die gesamte Elektroinstallation wurden erneuert (nur Kappeler Straße). Die Heizungsleitungen wurden als Endlosrohre auf der Fassade, unterhalb des Wärmedämmverbundsystems, verlegt. So waren keine kostspieligen Kernbohrungen zur Leitungsdurchführung im Inneren des Gebäudes notwendig.
Partner
Architekt HGMB Architekten GmbH + Co. KG Pinienstraße 2 | 40233 Düsseldorf
Energiekonzept Wortmann und Scheerer Vierhausstraße 53 | 44807 Bochum