Architektur
Es gab einen interdisziplinären Architektenwettbewerb im Jahre 2006 zwecks Entwicklung einer städtebaulichen Gesamtlösung für die Grundstücksfläche Breslauer Straße (Abriss ehemaliges Stadtwohnheim), sowie der Wohnungsbestand im Dreieck Breslauer Straße, Liegnitzer Straße, Schlesische Straße.
Der Wettbewerb brachte 2 Sieger hervor. Die ehemalige Stadtwohnheimfläche wurde in der wurde in der 2. Stufe vom Büro Druschke und Grosser am besten entwickelt.
Die vom Büro HGMB Architekten vorgestellt Lösung für das Dreieck Breslauer Straße, Liegnitzer Straße, Schlesische Straße hat sich letztlich gegenüber 5 Mitbewerbern durchgesetzt.
Auf dem Prüfstand standen alle Gebäude in diesem Quartier, bis auf die bereits teilsanierten Häuser Breslauer Straße 26 + 28 und 32 + 34.
In voraussichtlich 2 Bauabschnitten entstehen die unterschiedlichsten Wohnformen und Größen. Des weiteren wird aus der verbleibenden Hausseite Breslauer Straße 24 –36 lediglich das Haus 30, zur Verbesserung der städtebaulichen Qualität, abgerissen. Die verbleibenden Häuser werden im Dachgeschoss ausgebaut und die begonnenen Modernisierungsmaßnahmen vervollständigt. Insgesamt entstehen 108 neue Wohneinheiten.
Der Charakter der Umgebung wird geprägt durch genossenschaftlichen Wohnungsbau, größtenteils Backsteinarchitektur aus den 1930er Jahren, angeordnet in großzügig dimensionierten Blöcken. Die Straßenräume sind stark durchgrünt. Im Osten befindet sich eine große Grünfläche mit hohem Freizeitwert. Das für den Wettbewerb entwickelte städtebauliche Konzept schafft einen Übergang zwischen dieser Grünfläche und der städtischen Bebauung. Die Gestaltung der Baukörper orientiert sich dabei an der vorhandenen Bebauung. Abgeleitet aus dem städtebaulichen Konzept mit der Einschätzung des Wohnungsbedarfes und der möglichen Nutzergruppen wird ein vielfältiges Wohnangebot mit unterschiedlichen Wohnlagen und einem differenzierten Wohnungsmix realisiert. Die Gebäude entlang der Schlesischen Straße verfügen durch ihre konsequente Nord-Süd-Ausrichtung über hochwertige, gut besonnte Geschosswohnungen. Die Innenhofbebauung besteht schwerpunktmäßig aus „Mietwohnungen mit eigener Haustür“. Die Wohnflächen sind sparsam bemessen und mit denen im Geschosswohnungsbau vergleichbar. Die Eigenheim-Merkmale sorgen allerdings für eine besondere Attraktivität und schaffen eine hohe Identifikation der Mieter mit ihrem Wohnumfeld.