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Identitätswerkstatt im Rahmen des Prozesses Garath 2.0 am 25.09.2015

„Garath wird total unterschätzt!“

21. Januar 2016

Rheinwohnungbau engagiert sich bei dem Projekt „Garath 2.0“

„Es ist ein grüner Stadtteil, der interessant ist für junge Familien und alle Generationen. Wir wollen mitnichten alles neu machen, aber neue Anstöße für eine positive Entwicklung geben.“ So lauteten die Worte von Oberbürgermeister Thomas Geisel im Mai 2015 bei der Auftaktveranstaltung zum Start des Stadtteilprojektes Garath 2.0 Was heißt das konkret und wer engagiert sich zu welchen Themen vor Ort?

Ziel ist es, den Stadtteil für die nächsten Jahrzehnte im Sinne des Stadtteilentwicklungskonzepts 2025+ zukunftsfähig zu machen. Da gilt es zunächst, Herausforderungen, Chancen und Handlungsfelder zur Stärkung des Stadtteils zu benennen sowie Förderinstrumente und Förderprogramme aufzuzeigen. Dabei stehen unterschiedliche Themen im Fokus wie Wohnen, Bildung und Kultur, Nahversorgung, Begegnung/Kommunikation, Architektur.

Wer ist am Prozess beteiligt?

Beteiligt sind die Bewohnerinnen und Bewohner, zudem Akteure aus Garath (z.B. Kirche, Jugendamt, Einzelhandel) sowie Vertreter aus der Politik und den Fachressorts der Verwaltung. Zur weiteren Unterstützung wurde ein externes Expertenteam ins Boot geholt: das Planungsbüro StadtRaumKonzept GmbH aus Dortmund und das Institut für Raumforschung und Immobilienwirtschaft. „Wir haben bewusst jemanden von außerhalb engagiert – wegen des anderen Blickwinkels“, so Brigitte Kugler vom Stadtplanungsamt, welches den gesamten Prozess koordiniert.

Auch die Rheinwohnungsbau ist Teammitglied

Als „Stadtteilkenner“ und Vermieter von insgesamt 719 Wohnungen in Garath ist die Rheinwohnungsbau ebenfalls mit aktiv. Und das bereits seit vielen Jahren. Ein kurzer Rückblick: „Neben der aufwändigen Bestandssanierung von 188 Wohnungen, haben wir die Solarsiedlung in Garath gebaut – eines der größten Solarsiedlungsprojekte europaweit“, erklärt Manfred Franck, Geschäftsführer der Rheinwohnungsbau. „Neben den energetisch herausragenden Aspekten stand für uns die Stadtteil-„Auffrischung“ im Vordergrund. Entstanden ist so ein Mix aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum sowie unterschiedlichste Wohnformen und Wohnungstypen für Familien, Singles, Paare und Senioren.“

In direkter Nachbarschaft zur Solarsiedlung liegt die Klimaschutzsiedlung der Rheinwohnungsbau. Diese steht ebenfalls im Zeichen der Weiterentwicklung des Stadtteils, die es jetzt gemeinsam fortzusetzen gilt.

Potenziale analysieren

Die Bestandsaufnahme im Rahmen von „Garath 2.0“, bei der die Bürgerbeteiligung eine große Rolle spielte, ist mittlerweile abgeschlossen. In „Treppenhausgesprächen“ wollten Mitarbeiter vom Unternehmen StadtRaumKonzept von den Menschen wissen, wo der Schuh drückt und was sie an „ihrem“ Garath schätzen. „Dass unsere Solarsiedlung dabei Erwähnung fand als schönes Quartier mit Wohnungsangeboten auch für junge Familien freut uns ganz besonders“, so Franck.

Kreative Identitätswerkstatt

Darüber hinaus wurde eine Identitätswerkstatt ins Leben gerufen, um den Charakter des Quartiers aus Sicht der Bewohner zu definieren. Fragen wie „Was bedeutet für dich zu Hause?“, „Was kennst du von Garath, was andere nicht kennen?“ oder „Was kennzeichnet das von dir erwünschte Garath?“ wurden von den Bewohnern beantwortet und von einem Karikaturisten in Bilder übersetzt. So ist auch das Titelmotiv entstanden unter dem Motto: „Garath ist ein Dorf, in dem sich viele Menschen kennen, gemeinsam etwas unternehmen und sich gegenseitig helfen.“

Garath neu positionieren

Und wie geht´s weiter? Bis zur Abschlusspräsentation im April 2016 wird auf Grundlage der Bestandsaufnahme eine Strategie für die gemeinsame Zukunftsvorstellung entwickelt. Dabei geht es beispielsweise darum, mehr Raum für Ältere, Familien und Studenten zu schaffen, das Angebot der Freizeitstätte weiter auszubauen und eine bessere Vernetzung der unterschiedlichen Träger im Bereich der sozialen und kulturellen Infrastruktur zu erreichen. Gefolgt letztlich von dem Wunsch, mit dem negativen Außenimage von Garath „aufzuräumen“, Menschen aus anderen Stadtteilen für den Düsseldorfer Süden als Wohnort zu interessieren – und so Garath am wirtschaftlichen Aufschwung Düsseldorfs teilhaben zu lassen. Die Entwicklung und Durchsetzung der Projektergebnisse werden von einem Stadtteilteam „überwacht“, welches sich aus Akteuren unterschiedlicher Bereiche zusammensetzt.

Das Stadtteilteam auf einen Blick:

– Stadtplanungsamt
– Jugendamt
– Wohnungsunternehmen (LEG und Rheinwohnungsbau)
– Bezirksverwaltungsstelle 10
– Politik
– Freizeitstätte Garath
– Einzelhandel/IHK
– Katholische Kirche
– Kin-Top e.V. Bildungszentrum in Garath
– Amt für Soziales/Abteilung für Senioren

Safe the Date

Das Projektteam lädt alle Bewohnerinnen und Bewohner Garaths zum nächsten gemeinsamen Gedankenaustausch ein. Hier sollen Ideen und Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtteils konkretisiert werden, um den Grundstein für die weiteren Umsetzungen zu legen –  machen Sie mit:

Wann: 17.02.2016 um 18:00 Uhr
Wo:      Freizeitstätte Garath, Fritz-Erler-Straße 21 in 40259 Düsseldorf

Bildquelle: Identitätswerkstatt im Rahmen des Prozesses Garath 2.0 am 25.09.2015

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